Am Samstagmorgen, dem 12. Oktober haben sich die 14 wanderlustigen TVKler am Bahnhof Bern getroffen. Nach kurzer Verwirrung, wo denn den nun mit den Umbauten im HBF die Reinhard Bäckerei sei, haben wir sie gefunden, und einige haben sich Stärkungen für die bevorstehende Wanderung besorgt. Wir haben im schon gut gefüllten Zug alle ein Plätzchen gefunden, dem Bistrowagen sei Dank. In Kandersteg angekommen, ging unsere Reise per Bus weiter. Auch in der Gondelstation Sunnbüel waren wir nicht alleine. Conä und Läru haben sich der langen Schlange bis zum Schalter angenommen. Nach, wegen den Temperaturen langgezogenen, 15 Minuten und rauchenden Köpfen bei den Beiden, hatten dann alle ihre Tickets und konnten in die Gondel steigen. Ob wir den richtigen Betrag für die Tickets zahlten, wissen wir bis heute nicht. Doch das schöne Panorama, das man aus der Gondel sehen konnte, machte das wieder gut. Oben angekommen trennten wir uns von den motivierten Bikern und den noch motivierteren Familien mit kleinen Kindern und mussten erstmal die Garderobe wechseln. Wir wurden von starken Winden und schon eher kühlen Temperaturen überrascht und packten alle die Kappen und Stirnbänder aus. So gerüstet ging die Wanderung los. Das schöne Wetter mit viel Sonne und ohne Regen war eine halbgute Kompensation für die Winde, die uns den eigentlich gemütlichen Weg erschwert haben. Vor dem ersten Anstieg gab es auch die erste Pause und damit die ersten Schlucke vom Weisswein. Im Zug hat dieser noch gefehlt, deshalb waren jetzt alle umso glücklicher. Mit leichterem Gemüt ist uns der Aufstieg dann nicht mehr schwer gefallen, und wir haben kurz vor 11 das Berghotel Schwarenbach erreicht. Alle waren froh um die windstillen Minuten und haben sich über die Zwischenstärkung, die von Tee über Bier bis zu den knusprigsten Pommes alles beinhaltete, gefreut. Frisch gestärkt haben wir unseren Weg wieder angetreten. Das hielt aber nicht lange, da diese zweite Etappe so steil war, dass wir nach kurzer Zeit unsere Mittagspause einlegten. Hinter einem riesigen Felsen fanden wir ein relativ windstilles Örtchen und haben die Sandwiches ausgepackt. Da hat Gürbi die Gelegenheit gesehen und hat den ersten von vielen Powernaps gemacht. Eigentlich wollten wir und nach dem Essen noch ein bisschen ausruhen, doch die Kombination aus kaltem Wind und 2300 Höhenmetern hat uns zum Weiterwandern animiert. Kurz darauf haben wir den Daubensee erblickt und nach kurzer Diskussion, ob wir die kurze Route oder die längere Seeumrundung nehmen sollen, hat die erfrierende Mehrheit gewonnen und man ist schnellen Schrittes Richtung Resti Gemmipass gewandert. Oben angekommen haben wir uns gestärkt und aufgewärmt, und nach einem Gruppenfoto haben wir uns zur Gondel begeben. Da wir aber etwas spät dran waren, kam nur etwa die Hälfte unserer Gruppe auf die erste Gondel. Nach kurzer Verzweiflung der Zurückgebliebenen hat uns aber ein freundlicher Mitarbeiter beruhigt, wir müssen keine 30 Minuten warten, sondern nur 10. Die Panik, die entstand, weil man dachte man verpasse die Weindegustation, legte sich dann ziemlich schnell. Als dann endlich alle im Tal angekommen waren und die eine von zwei getragenen Jacken im Rucksack versorgt wurde, ging es laut Conä nur noch 10 Minuten zu Fuss bis zu dem Lokal, in dem der Wein probiert wurde. Als Vorbereitung auf die Degustation wurden zwei Flaschen lauwarmer Wein geleert, denn so kann man den teuren Wein erst richtig schätzen. Die leeren Flaschen wollten wir ganz unauffällig in einem leeren Kanister entsorgen, dafür haben wir böse Blicke der Ladenbesitzerin geerntet. Anschliessend durften wir es uns in der “al vino Weinbar” bequem machen. Dort wurden uns drei Weissweine, drei Rotweine sowie einige Apéroplättli zur Degustation serviert.
Danach machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft. Es ging ca. zehn Minuten bergaufwärts zum Bergfreundehaus. Wir bezogen zwei Fünfer- und zwei Viererzimmer. Innerhalb einer Stunde haben wir 14 TVKler in den zwei verfügbaren Duschen geduscht und uns fürs Abendessen bereitgemacht. Im Regen ging es dann zehn Minuten zu Fuss ins Restaurant Sternen. Mit nassen Füssen erreichten wir das Resti. Dort genossen wir Raclette à discrétion. Das Raclette wurde vor unseren Augen zubereitet. Zuerst befürchteten wir hungrigen TVKler, dass wir lange auf unsere Portionen warten müssen, da das Raclette von zwei Käselaiben jeweils abgeschabt wurde. Jedoch ging die Wartezeit ziemlich rassig vorbei. Zum Raclette gab es klassischerweise “Gschwellti”, Essiggurken, Essigzwiebeln und einen feinen Zwiebelsalat. Nach knapp drei Stunden verliessen wir den Sternen. Und der Grossteil der Gruppe besuchte noch die “Chinchilla-Bar”. Zwar war Rahel der Meinung , die Bar sollte doch passenderweise Ginchilla-Bar genannt werden….
Um 3 Uhr morgens trafen dann auch die letzten Partygänger wieder im Bergfreundehaus ein.
Um 8.15 Uhr am Sonntag war Frühstückszeit. Wir durften uns an einem Buffet mit Brot, Zopf, Butter, Konfi, Aufschnitt, Käse und Müsli bedienen.
Dort wurde von unseren Organisatorinnen Läru und Conä das heutige Programm bekanntgegeben. Wegen des nassen Wetters gingen wir nun doch nicht Trottinettfahren, sondern in die Therme. Wir genossen das warme Wasser, die Sprudel- und Dampfbäder knapp drei Stunden lang. Um 11.45 gingen wir in ein nahegelegenes Restaurant Z’Mittag essen. Gut die Hälfte bestellte sich “Älpler Makkaroni”. Leider wurden diese ohne Apfelmus serviert und auch auf Nachfrage bekamen wir keines. Nichtsdestotrotz hat das Mittagessen gemundet. Als wir das Restaurant verliessen, stellten wir fest, dass nun doch die Sonne rausgekommen war. Egal, unsere Reise ging nun dem Ende zu, also machten wir uns zu Fuss auf den Weg Richtung Bus-Terminal. Von dort nahmen wir den Bus bis nach Leuk, von dort ging es mit dem Zug nach Visp und anschliessend waren wir um kurz vor fünf in Bern angekommen.
Vielen herzlichen Dank an die Organisatorinnen Läru und Conä für die super Organisation einer einmal mehr sehr gelungenen Riegenreise! Es «fägte», dass sich gegenüber dem Vorjahr wieder eine grössere Gruppe für eine Teilnahme entschied.
Verfasst von: Emma Minder & Ladina Käch
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