Erfolgreicher Wettkampf für die K5-Turnerinnen in Corgémont
Im Postauto Richtung Bern, traf sich eine Schar Frauen zum Maibummel nach Oberbalm. Trotz Regenwetter herrschte ein fröhliches Gschnädder im Poschi. Weiter ging es mit dem Zug bis Köniz und die letzte Etappe wieder mit dem Postauto bis Oberbalm. Im Restaurant Bären stärkten wir uns zuerst mit Kafi u Gipfeli. Da das Wetter noch freundlich war, begaben wir uns auf die Dorfbesichtigung unter kundiger Führung von Anna Schmid, die ihre Jugend in Oberbalm verbrachte. Das kleine Gefängnis liegt gleich neben dem 1898 erbauten Schulhaus. Ob das den Kindern damals Respekt einflösste?
Äs Stück der Hang ufe, unterhalten die Landfrauen einen kleinen aber sehr interessanten Schaugarten mit Namen „Chrut u Uchrucht“. Weiter gings hinauf, von wo wir eine wunderschöne Aussicht hatten. Zurück Richtung Dorf kamen wir zum Häuschen vom Gemschi, dort wohnte zu Annas Jugend eine alte Einzelgängerin und niemand wusste eigentlich genau, warum alle nur vom Gemschi sprachen. Heute ist es ein hübsches renoviertes Haus. Niklaus von der Balm stiftete die Kirche, die vor einer imposanten Felswand steht. Die Kirche bekam 1952 eine neue Glocke, was mit einem grossen Dorffest gefeiert wurde. Auch war Oberbalm als Wallfahrtsort bekannt, über Rüeggisberg und Schwarzenburg gehts bis Santiago de Compostela. In der Kirche stimmte Anna das Lied “ Grosser Gott wir loben dich“ an, was sehr schön klang. Weiter gings bei der Treichler-Schmitte vorbei. Im selben Haus hatte es früher noch äs Lädeli vom Pauli Rösli, in dem sich die Dorfjugend mit Schläckzüg eindecken konnte. Auch einige bekannte Politiker stammen aus Oberbalm. So etwa Marc-Roland Peter, Hansrudolf Maurer oder Rudolf Schmutz. Über ihn sagten die andern Grossräte: „Schmutz spricht leise, das ist weise, weil Brüllerei, nicht über jedem Inhalt sei“. Zurück im Bären genossen wir äs feins Mittagässe. Eine weitere Wanderung liess das Wetter nicht zu, begann es doch zu regnen und so verbrachten wir einen gemütlichen Spielnachmittag, bis wir uns um 16:00 Uhr auf die Heimreise machten.
Danke Anna fürs organisiere, mir hets sehr guet gfaue u i dänke aune andere ou.
Verfasst von Christa Klopfenstein
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