Am frühen Samstagmorgen trafen sich 16 muntere Männerriegeler auf dem Peron 3 im Berner Bahnhof. Mit dem Zug fuhren wir bis Rennes oberhalb von Lausanne, wo es mit der S-Bahn und dem Bus zu unseren Wettkampfplätzen am Genfersee ging. Im Gegensatz zu den zwei letztjährigen, nassen Turnfesten erwartete uns in der Westschweiz die glühende Sonne. Nachdem wir ein schattiges Base-Camp gefunden hatten, war schon bald einturnen angesagt.

Punkt 10.00 Uhr begann unser Wettkampf mit Fussball-Stafettenstab und Brett-Ball auf sehr guten Wettkampfanlagen. Mit einer Note 9.79 war dieser Start gelungen. So ging es mit Wettkampf- und Erholungsphasen bis in den frühen Nachmittag weiter, mal waren die Leistungen über, mal unter den Erwartungen. Mit einem guten Endresultat von 28.53 konnten wir stolz sein und klassierten uns in der 2. Division auf dem hervorragenden 11. Rang von 50 Vereinen. Am letzten ETF in Aarau war das Resultat 1 Punkt höher, wir alle sind jedoch seither 6 Jahre älter geworden.

Nach dem Wettkampf wurde zuerst einmal mit Wein und Bier aus Hubis gekühlter Einkaufswagen-Bar auf das Resultat angestossen. Danach besuchten wir die TurnerInnen vom Team 97, welche weiter westlich einen schönen Platz gefunden hatten. Mit Apéro, plaudern und baden im kühlen See ging der Nachmittag schnell vorbei. Nach der wohltuenden Dusche in unserem «Hotel du Port» bei Ouchy fuhren wir mit dem Bus nach Westen bis Dorigny. In der Mensa der Uni konnten wir ein sehr fades, supergesundes Nachtessen fassen, welches wir mit Rotwein aus der Region abschmeckten. Nachdem Hubi auch wieder bei uns war, fuhren wir mit dem Bus zur Festmeile. Mit lauter Freiluftbeschallung einer Band und unterschiedlichen Musikrichtungen aus den vielen TV-Soundmobilen war für alle Anwesenden etwas Passendes in der Luft. Wir feierten unser Resultat inmitten der grossen Turnerparty, bis sich die Ersten Richtung Hotel aufmachten. Mit einem letzten Schlummertrunk auf der Terrassenbar am Hafen schlossen wir den Samstag ab.

Gestärkt am Frühstücksbuffet starteten wir das von Markus Lauber organisierte Sonntagsprogramm. Während 5 Männer stramm dem See entlang gegen Lutry liefen, bestiegen die anderen und einige Team-Mitglieder das Dampfschiff «Vevey» und kamen via Pully auch ans Ziel. Mit dem Petit Train Touristique «Lavaux Express» fuhren wir mit schöner Aussicht auf den See durch die Rebberge gegen Cully. In der Pause auf dem kleinen Markt degustierten wir den örtlichen Wein. Die Heimfahrt nach Lutry begann mit einem Bergpreis, so dass wir nochmals von weit oben die schöne Landschaft mit Genfersee bestaunen konnten. Die verbleibende Zeit in Lutry nutzten die einen mit baden im See und die anderen genossen ein kühles, teures Bier an der Strandbar. Anschliessend fuhren wir mit der SBB via Lausanne wieder gegen Bern zu.

Herzlichen Dank an unsere Leitercrew für die endlose Geduld bei den Trainings, an Markus Lauber für die grossartige Organisation unseres Aufenthaltes in Lausanne und Fritz Moser für den langen Kampfrichtereinsatz unter glühender Sonne.

 

Verfasst von Hans-Ruedi Baumgartner